ZIVIL­GESELLSCHAFT

Wir brauchen mehr politische UnterstĂŒtzung fĂŒr die Zivilgesellschaft.

Zivilgesellschaft ist ein Begriff, der teils widersprĂŒchliche Bedeutungen besitzt.

In westlichen Staaten gilt die sogenannte Zivilgesellschaft als einflussreicher dritter Bereich (neben privaten Unternehmen und dem staatlichen Bereich).508 In der Regel werden Vereine, Stiftungen, Gewerkschaften, Kirchen und mĂ€chtige NGOs als einflussreiche Akteure der Zivilgesellschaft gesehen. Akteure aus der Zivilgesellschaft stellen sich medial gerne als Lobbyisten fĂŒr die Demokratie, die Gesellschaft bzw. fĂŒr das Gemeinwohl dar. Mit diesem Narrativ nehmen sie großen Einfluss auf die Medien.509

GemĂ€ĂŸ dem Erfinder des Begriffs, dem Neomarxisten Antonio Gramsci, umfasst der Begriff „societĂĄ civile“ alle nichtstaatlichen Organisationen, die auf den „Alltagsverstand und die öffentliche Meinung“ Einfluss haben.510

Heutzutage wird der Begriff oft von woken Aktivisten benutzt, hĂ€ufig fĂŒr Narrative ĂŒber SolidaritĂ€t und Demokratie.

Um sich selbst Legitimation zu verleihen, verschrĂ€nken die Aktivisten den sinnvollen Kampf gegen Rechtsextremismus mit woken Aktivismus.511 OberflĂ€chlich unabhĂ€ngige Projekte propagieren Ă€hnliche Forderungen und Haltungen; hĂ€ufig IdentitĂ€tspolitik und Klimagerechtigkeit. Transparenz ĂŒber die staatlich mitfinanzierten Organisationsstrukturen gibt es nicht. Beispielhaft ist die Amadeu-Antonio-Stiftung (AAS): Die AAS erhĂ€lt Millionen aus Steuergeldern und hat als Ziel, eine „demokratische Zivilgesellschaft gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus“ zu stĂ€rken.512 Dazu initiiert sie zahlreiche Kampagnen, baut Organisationen wie das „Institut fĂŒr Demokratie und Zivilgesellschaft“ auf, diffamiert konservative Stimmen auf ihrem Blog „Belltower News“ und errichtet Meldestellen.513

Die staatliche UnterstĂŒtzung fĂŒr zivilgesellschaftliche Organisationen soll gemĂ€ĂŸ der SPD im Namen der Demokratieförderung und Integration massiv ausgeweitet werden.514 Aus der bisherigen Praxis ist offensichtlich, welche Haltungen gestĂ€rkt werden sollen. Neben dem Staat und großen us-amerikanischen Privatstiftungen unterstĂŒtzen auch deutsche Stiftungen wie die Stiftung Mercator woke Aktivisten mit hohen MillionenbetrĂ€gen.515 Öffentliche Kampagnen spiegeln folglich nicht die Sichtweise der Durchschnittsbevölkerung wider; selbst wenn eine betrĂ€chtliche Zahl an Menschen fĂŒr Demonstrationen mobilisiert werden kann. Die tatsĂ€chliche UnterstĂŒtzung fĂŒr Wokeness ist außerhalb von NGO-naher, akademischer und staatsnaher Schichten gering. Nicht ohne Grund werden Forderungen nach direkter Demokratie als populistisch angesehen.