BLM

Die BLM-Bewegung setzt sich fĂŒr alle ein, die nach Befreiung streben.

BLM ist eine globale Bewegung gegen rassistische Polizeigewalt und gegen GefĂ€ngnisse. BLM steht als AbkĂŒrzung fĂŒr den Slogan „Black-Lives-Matter“, der sich als „Schwarze Leben zĂ€hlen“ ĂŒbersetzen lĂ€sst. Die BLMBewegung wurde im Jahr 2013 von schwarzen Aktivistinnen gegrĂŒndet und erlebte im Jahr 2015 nach der Tötung des 18-jĂ€hrigen Michael Brown erheblichen Zulauf. Die Behauptung, dass Michael Brown trotz hochgehaltener HĂ€nde von der Polizei erschossen wurde, stellte eine LĂŒge dar. TatsĂ€chlich versuchte Brown, dem Polizisten seine Waffe zu entreißen. Viele der BLMVorstellungen ĂŒber eine strukturell rassistische Polizei basieren auf solchen medialen Verzerrungen. Da RassismusvorwĂŒrfe enorme Reichweiten erhielten, wurden FĂ€lle von Polizeigewalt gegen Weiße nicht im gleichen Maße öffentlich rezipiert, wodurch sich das falsche Bild der rassistischen Polizei verfestigte.

Die ideologischen Vorstellungen der BLM-Bewegung basieren auf der Kritischen-Rassen-Theorie CRT. Grundlegende Annahme ist, dass Amerika systemisch rassistisch ist. Angeblich zeigt sich das am deutlichsten in der alltĂ€glichen Arbeit der amerikanischen Polizei und im Strafvollzugssystem. Zwar gibt es keinen Beleg dafĂŒr, dass Schwarze aufgrund ihrer Hautfarbe hĂ€ufiger Opfer von tödlicher Polizeigewalt werden als andere Gruppen. Da schwarze MĂ€nner unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig hĂ€ufig inhaftiert sind, sind woke Aktivisten der Ansicht, dass die Strafverfolgung Teil eines systemischen Rassismus ist. Dabei ergibt sich ihre ÜberreprĂ€sentation im Strafvollzugssystem direkt aus ihrer höheren Beteiligung an Straftaten.

Gerade weil die These einer rassistischen Polizei nicht belegbar ist, setzen BLM-Aktivisten auf Anekdoten und sogenannte „gelebte Erfahrungen“.50 Dies entspricht einer Annahme der CRT: ErzĂ€hlungen (Englisch: „stories“) sind wichtiger als objektive Fakten, wenn es um VerstĂ€ndnis ĂŒber den systemischen Rassismus geht (siehe Narrativ). Anekdotische Belege fĂŒr Polizeigewalt gegen Schwarze werden medial als Beweis fĂŒr ein systemischen Missstand gesehen, weshalb die Polizei abgeschafft werden soll, obwohl offizielle Statistiken diese These widerlegen.51

Der Slogan „Black-Lives-Matter“ impliziert mehr als nur die unstrittige Aussage, dass schwarze Personen vor Gewalt geschĂŒtzt werden mĂŒssen. Der Slogan „Black-Lives-Matter“ soll vor allem darauf abzielen, dass schwarze Leben in den USA bisher weniger wichtig sind als andere Leben (siehe IdentitĂ€tspolitik). AuffĂ€llig ist zudem die Doppeldeutigkeit der leicht erkennbaren Motte-undBailey-Strategie: Da die intransparenten BLM-Organisationen den gleichen Namen tragen, erhalten sie automatisch politische LegitimitĂ€t, da Zustimmung zur Aussage „Black-Lives-Matter“ als SolidaritĂ€tserklĂ€rung mit den BLM-Organisationen ausgelegt werden kann.

BLM-Aktivisten fordern eine Befreiung und wollen das System transformieren: Unter dem Label des „Abolitionismus“ setzen sich die BLM-Organisationen fĂŒr die Abschaffung aller GefĂ€ngnisse und der Polizei ein. BLM kĂ€mpft nicht nur gegen die Strafverfolgungsbehörden, sondern gegen alles, was als „weißes, kapitalistisches Patriarchat“ betrachtet wird. Die BLMMitbegrĂŒnderin und Marxistin Alicia Garza erklĂ€rte dies unverblĂŒmt: „Es ist nicht möglich, dass im Kapitalismus eine Welt entsteht, in der schwarze Leben zĂ€hlen.“52

Im Jahr 2020 kam es im Rahmen von BLM-Protesten zu SchĂ€den in Milliardenhöhe. Trotz ihrer antikapitalistischen Ausrichtung erhielt die BLM-Bewegung eine enorme finanzielle UnterstĂŒtzung von Unternehmen. GemĂ€ĂŸ dem Claremont-Institut erhielten Organisationen, die der BLM-Bewegung nahestehen, von Unternehmen mindestens 80 Milliarden.53 An der Spitze der Bewegung stehen zwei Mutterorganisationen, das BLM-GlobalNetwork und die Movement-for-Black-Lives, hinter dem ein Kollektiv aus mehr als 150 revolutionĂ€ren Organisationen steht.54

Seit 2021 ließ die Begeisterung fĂŒr BLM stark nach. Zum einen liegt dies an der massiven Korruption innerhalb der intransparenten BLM-Organisationen, die Gelder veruntreuten und keine positiven Ergebnisse vorzeigen konnten. Zum anderen liegt es aber auch am zweifelhaften Erfolg von BLM: Die Reduktion von Polizeiressourcen und die politisch verordnete Entkriminalisierung von Straftaten fĂŒhrten zu einem rasanten Anstieg der KriminalitĂ€t.55